GAZ / WZ  vom 28.01.2006

Abschalten

zurück

Manch einer trennt sich nun doch von seinem nun etwas älterem Betriebssystem und wechselt von Windows98 zu Windows2000 oder sogar XP.
Solange die verwendete Hardware noch funktioniert und den Anforderungen entspricht ist dies durchaus machbar.
Auf ein Problem kann der ein oder andere Anwender aber kurz darauf stoßen, sein PC schaltet nach dem Herunterfahren nicht mehr wie unter Win98 gewohnt, diesen auch ab.
Dies wäre der etwas kleinere Fehler, der sich eventuell  schneller beheben ließe, etwas umfangreicher und manchmal auch nur mit erheblich mehr Aufwand zu beheben wäre eine Fehlermeldung die etwas von ACPI Bios und fehlerhaftem Schreiben besagt. »MSKB 283649«
In beiden Fällen funktioniert das Powermanagement nicht entsprechend
den Spezifikationen, denen Windows2000 und mehr noch XP folgt.
Letzterer Fehler könnte durch ein Update des Bios behoben werden, sofern der Hersteller der entsprechenden Hardware dieses anbietet. Das Updaten des Bios ist aber nicht immer risikolos und kann durchaus zu einem völlig funktionslosem PC führen, was nicht selten vorgekommen ist.
In beiden Fällen allerdings kann entweder durch eine Reparaturinstallation 
mit der Taste F5 eingeleitet werden, um das Energiemanagement schon bei der Installation von ACPI auf APM - Standard-PC zu ändern.
Eine weitere Möglichkeit wäre im Gerätemanager unter dem Eintrag Computer
die fälschlich erkannte Anzeige von ACPI-Uniprozessor zu ändern bei XP,
oder bei Windows2000 in der Systemsteuerung unter Energieoptionen
APM zu aktivieren oder sogar erzwingen, sofern der passende Reiter vorhanden ist.
Funktioniert anschliessend das Herunterfahren mit Ausschalten, so entspricht
die Hardware dem nach APM Standard 1.1 (Windows2000) oder APM 1.2 (Windows XP).
In einigen Fällen kann es aber auch zu Fehlverhalten führen, das System schaltet nicht ab sondern startet wieder neu. In diesem Fall entsprechen die Komponenten nicht dem Standard der für die neueren Betriebssysteme erforderlich ist.
Andere Benutzer berichteten dass zusätzlich das Deaktivieren des ACPI-Gerätetreibers in der Geräteverwaltung ergänzend nötig war um den PC zu dem gewünschten Verhalten zu bewegen.
Auf vielen Webseiten wird immer noch der Hinweis verbreitet, einen Schlüssel 
in der Registry auf den Wert 1 zu setzen, den »PowerDownAfterShutdown«. Dieser Schlüssel existiert sowohl in Windows2000 als auch XP und sogar dem Windows2003.
Allerdings zeigt der Schlüssel in den genannten neueren Betriebssystemen keine Wirkung mehr, da er ein Überbleibsel aus Zeiten von NT4 ist. Lediglich durch wechseln der genannten Treiberunterstützung kann Windows dazu gebracht werden. Da dies ein gravierender Eingriff ist, sollte das noch lauffähige System vor der Änderung besser gesichert werden.
Siehe auch Artikel vom Mai2005

Michael Bormann