GAZ / WZ  vom 28.05.2005

Treiber prüfen

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Ein instabiles Windows bereitet wenig Freude.
Problematisch wird es, tritt ein Fehler in unregelmäßigen Intervallen auf. Besonders schwierig wird es für den Firmenadministrator, ist einer
der Server davon betroffen die ja rund um die Uhr verfügbar sein sollten. Beginnend mit Windows2000 (W2K) hat Microsoft zur Überprüfung der Funktionatität aber Werkzeuge bereitgestellt, die in den Tiefen des Verzeichnisses System32 ihr Dasein fristen. 
Dokumentation darüber findet man in den entsprechenden Resource-Kits und natürlich den Datenbanken auf den Servern von Microsoft. Kaum ein Administrator hat aber die nötige Zeit, um nach merkwürdigen Symptomen und deren Ursachen intensiver zu forschen.
Dreh und Angelpunkt vieler Probleme sind Geräte und deren zugehörige Treiber, wie manch einer schon leidvoll erfahren hat. Treiber sind die Schnittstelle zwischen dem nicht immer physikalisch vorhandenem Gerät
und dem System. Emuliert ein Treiber ein Gerät nicht korrekt, oder meldet sich ein Gerät mit einer für Windows nicht eindeutigen Kennung, dann taucht im Gerätemanager das bekannte gelbe Fragezeichen auf. Um nun feststellen zu können, ist es die Hardware selbst oder ein schon installierter Treiber der ein virtuelles Gerät erzeugt, empfiehlt sich folgende  Vorgehensweise. Man startet das System im abgesicherten Mode und schaut im Gerätemanager
nach ob das gelbe Fragezeichen noch existiert. Ist es verschwunden, dann ist ein Treiber das Problem.
Ist es noch vorhanden, gibt die Hardware eine für Windows mißverständliche Information aus. Welche Hardware dies sein könnte, ließe sich aus einer bei der Installation von Windows generierten Textdatei mit dem Namen SetupAPI.log erfahren. 
Zur Überprüfung welcher Treiber dies verursachen könnte, benötigt man eine Liste derselben. Dafür gibt es das Programm »sigverif« die GUI-Version (Maus-Version), sowie »driverquery« die Komandozeilenversion. 
Letztere offeriert wesentlich erweiterte Möglichkeiten die auch eine Abfrage von Computern im Netz ermöglicht, welches die vorhandenen Treiber dort auflistet und gleichzeitig prüft ob eine digitale Signatur vorhanden ist. 
Alternativ kann man dies auch für alle Systemdateien prüfen, was dann aber erheblich länger dauern wird und eine recht umfangreiche und weniger 
übersichtliche Liste anbietet. Dieses Programm »sigverif« setzt man also Lokal auf die im System32\drivers vorhandenen Dateien an, wartet einen Moment und erhält die gewünschten Informationen. 

Bild1 - Verzeichnis wählen

Bild2 - Protokoll anfertigen lassen

Bild3 Scannvorgang

Hier konzentriert man sich auf die nicht signierten Dateien, die meist von 
Drittherstellern stammen. Mit diesen Informationen kann man beim Hersteller nachschauen, ob es neuere Treiber gibt. 

Bild4 - Ergebnis unsignierter Treiber

Für die wirklich verzwickten Fälle und eher für die fortschrittlichen Administratoren oder Entwickler geeignet, gibt es noch ein weiteres nächstens beschriebenes Werkzeug mit dem Namen »verifier«.

Michael Bormann