GAZ / WZ  vom 16.04.2005

SFC

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Systemdateien die zur Funktionalität des Betriebssystems gehören, sind besonders geschützt.
Da es in vergangenen Windowsversionen immer wieder zu Problemen dadurch kam, dass Fremdsoftware wichtige Dateien austauschten, besitzten die Systeme Windows2000 und XP einen Schutzdienst. Dieser wurde erstmalig mit Windows Millenium eingesetzt und in XP weiter perfektioniert.

Dieser Schutzdienst »System File Checker« auch kurz »sfc« genannt
sorgt effektiv für den Schutz wichtiger Systemdateien. Aktiv ist dieser Dienst standardmäßig und überwacht digital signierte Dateien im Systemverzeichnis die bei Manipulation umgehend aus einem besonderen Verzeichnis wiederhergestellt werden.
Digital signierte Dateien werden auf wenige Wege in das  Betriebssystem geschleust. Dazu gehören natürlich die  Servicepacks, der WindowsUpdate, der Gerätemanager und die meist monatlich herausgegebenen Hotfixe. Jede auf anderem Weg ins Betriebssystem geschleuste Datei wird umgehend durch das Original ersetzt.
Dennoch kann es manchmal hilfreich sein, diesen Dienst explizit zu starten, wenn beispielsweise eine Anwendung nicht mehr startet oder eine Meldungsbox auf ein Problem mit einer DLL hinweist.
Dazu sollte man die CD mit dem Betriebssystem im Laufwerk haben, dann von der Konsole aus »sfc /scannow« absetzen.
Läuft alles normal, wird einem nur ein kleines Fenster mit einem blauen Fortschrittsbalken angezeigt, eventuell Dateien ausgetauscht  und dann schließt sich das Fenster auch wieder. Nicht immer geht das so problemlos, auch der Ort auf der Festplatte - das versteckte Verzeichnis, könnte Schaden erlitten haben, was »sfc« sehr wohl bemerkt. Dann wird die  CD angefordert und von dort die Dateien restauriert und das versteckte Verzeichnis mit diesen wieder gefüllt. Dieses Verzeichnis ist je nach Einstellung um die 100 MByte groß und befindet sich unter »C:\Windows\system32\dllcache«. Gerade Benutzer von XP-Home sind unsicher, lassen sie diesen System File Checker einmal laufen.
Der Grund ist, bei Dateien die von der CD zu lesen sind wird wohl wegen eines Übersetzungsfehlers die XP-Professional CD verlangt.
Hier ist es richtig, die Schaltfläche »Ignorieren« anzuklicken und das mehrmals bis alle Dateien überprüft sind. Wer über eine ausreichend große Festplatte verfügt kann das lesen von CD umgehen und per Eintrag in der Registry den neuen Ort auf der Festplatte als Pfad angeben.
Oft ist diese Korrektur schon erfolglos gewesen, weil der Pfad mangels korrekter Beschreibung nicht richtig angegeben wurde. Der Grund dafür ist
recht einfach, der letzte Teil des Pfades lautet »\i386« und ist »fest verdrahtet«. Auch sind oft mindestens zwei Orte in der Registry zu korrigieren, möchte man »sfc« anweisen die Dateien von der Festplatte anstatt von der CD zu lesen.

Michael Bormann