GAZ / WZ  vom 03.12.2005

Drahtlos - Stolperfalle

zurück

Ärger mit drahtlosen Netzwerken gibt es immer wieder.
Ursache für eine schlechte Verbindung ist sicher auch die enorme
Verbreitung der drahtlosen Netzwerke die sich gegenseitig behindern.
Es ist durchaus möglich, in einem Wohnblock 8 oder mehr drahtlose 
Netzwerke ausfindig zu machen, die mehr oder weniger geschützt sind. Verschiedene Hersteller, mehrere Übertragungsraten und eine eingeschränkte Anzahl von vorgegebenen Funkkanälen erschweren zunehmend die sichere Kommunikation mit dem eigenen Accesspoint. 
Symptome wie sporadischer Verlust der Verbindung oder die Notwendigkeit permanent die Verbindungsdaten neu eingeben zu müssen verleiden den Spaß am WLAN sehr schnell, normales LAN ist hiervon nicht immer ausgenommen.
Die meist erste Aktion, die Software für die Netzwerkverbindung neu zu installieren ist von temporärem Erfolg gekrönt, es geht kurzfristig bis nach dem x-ten Neustart oder gar nicht.
In den Eigenschaften der Netzwerkumgebung findet man dann nicht selten diesen Gerätenamen mit einer Nummerierung, wie #5 oder höher.
Dass hier Konflikte in der Ansteuerung der Hardware auftreten ist sicher verständlich. 
Kochrezepte zur Vermeidung:
Nicht nur bei Notebooks kann die Energieoption des Adapters von
Windows derart verwaltet werden dass dieser gelegentlich abschaltet um Energie zu sparen. Hier liegt ebenfalls eine der möglichen Fehlerquellen für den  Abbruch einer Verbindung. 
Selten ist die Software für WLAN bei Fehlern einfach erneut zu installieren, oft steht dies sogar auch in der beigelegten Beschreibung des Herstellers. 
Den Kanal des eigenen Accesspoints auf einen nicht benutzten legen. Die belegten Kanäle erkennt man, sucht man nach verfügbaren Netzwerken
Die Kennung des AP's nicht verstecken und einen vom Default abweichenden Namen vergeben, der sich in den Einstellungen unter SSID verbirgt. Der Nachbar oder man selbst hat sonst weniger Chancen seinen AP konfliktfrei einzustellen, entdeckt man nur etliche Netzwerke mit dem Namen Netgear, D-Link oder wie auch immer die Standards lauten mögen.
Eventuell ist der Standort des AP's auch ungünstig gewählt, oder ein Babyfon stört den Funkverkehr.
Hilft dies alles nicht, dann die Verbindungsdaten und Schlüssel bereithalten.
Bei dem Hersteller nach neuerer Software suchen und diese herunterladen,
auf die richtige Bezeichnung achten und gegebenenfalls verschiedene Versionen besorgen. 
Nun den WLAN-Adapter bei abgezogener Hardware - USB, PCMCIA oder sogar PCI-Adapter deinstallieren. 
In Windows\inf die Datei infcache.1 löschen - die wird nach Neustart automatisch erstellt. Zusätzlich nach dem Adapternamen im INF-Verzeichnis forschen und sowohl die zugehörige Installationsdatei XXX.INF und xxx.pnf löschen sofern noch vorhanden. Die Platzhalter xxx stehen hier für entweder OEM oder den Namensteil des Adapters, etwas forschen ist hier angesagt und in die Dateien mit dem Notepad (Editor) einmal reinschauen verschafft schnell Klarheit. 
Nicht auf die Plug & Play Funktion von Windows vertrauen, sondern neu starten mit entfernter Hardware. Gegebenenfalls im Gerätemanager und der Registrierung nach Resten des Adapters forschen und zugehörige Reste löschen.
Einen Systemwiederherstellungspunkt anlegen für den Fall eines Fehlschlages und nun erst die aktuelle Software installieren. Nach dem Neustart die Hardware anstecken, konfigurieren und Verschlüsselung aktivieren, es sollte problemlos funktionieren.
Michael Bormann