GAZ / WZ  vom 04.02.2006

CD nicht mitgeliefert?

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Eine Unsitte greift immer mehr um sich, keine Windows CD mehr mit auszuliefern. Die Hersteller von PC's und Laptops sparen sich 
dies und der Besitzer wundert sich, was denn nun zu erledigen ist. 
Die ersten Anfragen kamen von stolzen Besitzern eines neuen Computers,
aber auch neuere Laptops scheinen dieser Masche zu folgen.
Die Praxis ist als zweifelhaft anzusehen, ein vorinstalliertes
Windows auf der Festplatte ist schön und erleichtert den Einstieg.
Weniger schön ist eben die fehlende Möglichkeit, eine richtige CD mit 
Windows zu haben. Statt dessen erfährt der erstaunte Benutzer, er darf sich 
auf für ihn nicht durchschaubare Weise sein Windows in Form einer 
Recovery-CD selbst erstellen. Ein Zettel im Karton informiert:

»Für Ihren Computer sind eine Betriebssystem-CD oder Treiber CD´s 
nicht notwenig. Sollten Sie jemals Ihre Software neu installieren 
müssen, benutzen Sie stattdessen eine der folgenden Methoden:
Microsoft Systemwiederherstellung
Hersteller PC Restore«

Durch reinen Zufall entdeckt der Benutzer einen Punkt im Startmenü mit dem sich eine Recovery-CD herstellen läßt.
Aus einem verstecktem Bereich auf der Festplatte ist eben genau dieses fertig konfiguriertes Windows zuerst auf CD's zu brennen. Der Umfang variirt, 3 bis 4 CD's wird man schon benötigen.
Mit diesem Satz kann der PC in den Auslieferungszustand gebracht werden,
sollte die vorhandene Installation einmal nicht mehr mitspielen.
Durch eine bestimmte Tastenkombination beim PC-Start läßt sich das
bei einigen auch einleiten, ein »Quick-Restore» z.B. mit der Tastenkombination Strg +F11.
Vorhandene Daten sind dann aber auch wieder verschwunden, worüber sich 
mach einer nicht im Klaren ist. Versteckt in der Anleitung oder auf den Seiten des Herstellers erfährt man dann erst von der Möglichkeit eine Windows CD zu erstellen.
Die als »Microsoft Systemwiederherstellung« gedachte Lösung beinhaltet die in XP eingebaute Systemwiederherstellung.
Eine böse Falle, startet das System aus den verschiedensten Gründen nicht mehr, ist eine echte Reparatur nicht möglich.
Eine andere ebenfalls nicht leicht zu durchschauende Angelegenheit taucht bei Laptop Modellen auf. Auch hier darf man sich die CD's zuerst selbst erstellen.
Das passiert beim erstmaligen anstossen des Brennvorganges mit dem
eigens dafür gedachten Programmes »ERecovery«. Die CD's für das
Erstellen des Auslieferungszustandes werden erzeugt.
Dann besteht die weitere Möglichkeit, jeweils ein Image der Systempartition mit allen Daten darin zu erstellen. Das zur Imageerstellung nötige Programm »NTI CD-Maker« sollte also nicht vorschnell deinstalliert werden. 
Die bekannten Discounter legen hier sogar gleich angepasste Windows-CD's bei die sowohl eine Reparatur als auch den Start der Wiederherstellungs- konsole  zulassen. 
Nach der Inbetriebnahme eines neuen Computers ist unbedingt zuerst ein
Studium der beigefügten Informationen angebracht.

Michael Bormann