GAZ / WZ  vom 12.11.2005

USB

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Der Universelle System Bus, auch unter USB bekannt sollte eigentlich das Anschließen von Geräten erleichtern.
Einstöpseln und loslegen war der Gedanke, der hinter USB steckte. Wie zickig sich diese USB Schnittstelle gelegentlich verhalten kann, davon erzählen viele Hilferufe.
Anfangs war das aber nicht immer so, wegen der wenigen Geräte für USB 
wurden diese auch zuverlässig erkannt und die dahinterliegende Idee von
»Plug and Play« funktionierte recht gut. Windows XP erkennt viele Geräte
an diesem Bus und gibt sich redlich Mühe, aber die Vielzahl der unterschiedlichsten Möglichkeiten verwirren nicht nur Windows hin und wieder.
Einstöpseln lässt sich fast alles, von der externen Festplatte über Drahtlose Netzwerke, selbst Drucker und Digitalkameras lassen sich daran relativ problemlos betreiben. 
Wer mag, kann auch eine kleine Leselampe anstecken, die auf die Tastatur im dunklen Flieger oder Zug leuchtet. Für die Feier unterwegs gibt es auch blinkende Tannenbäume und den MP3-Player kann man natürlich auch über USB mit Musik bestücken. Unter dem Zubehör in Fachgeschäften finden 
sich USB-Hubs um die Anschlüsse wie mit einer Mehrfachsteckdose zu vervielfältigen.
Auch die Bezeichnung dieser USB-Anschlüsse ist mit der Zeit fortgeschritten, die darüber erzielbare Übertragungsrate ebenfalls. Genau hier gibt es die ersten Stolpersteine da sich mittlerweile drei Bezeichnungen etabliert haben.
USB1 entspricht der ersten Version mit Übertragungsraten bis zu 1 MBit/ sekunde, hingegen USB2 was derzeit gebräuchlich ist, einen Fullspeedmodus kennt - 12 MBit/sek und einen Highspeedmodus - 480 MBit/sek. Um die Liste zu komplettieren darf USB1.1 nicht fehlen, das 12MBit bietet und ebenfalls in derzeitigen PC's neben USB2 eingebaut ist. 
Erwirbt man ein Gerät das fullspeedtauglich ist wie Drucker, dann kennt man nun die wirkliche Geschwindigkeit. Wenige Geräte übertragen mit der maximal möglichen Rate und dürfen sich highspeedtauglich nennen. Folgerichtig ergibt 
sich der maximale Spaß passen beide Dinge zusammen. Windows XP erkennt dies übrigens auch und weißt mit einer Sprechblase darauf hin, dass ein höherwertiges Gerät an einem langsameren Anschluss betrieben wird.
Vor dem Anstöpseln eines neuen Gerätes ist unbedingt die Installationsanweisung zu befolgen denn sehr oft ist die Reihenfolge entscheidend, erst die dazugehörige Software und dann auf Anforderung hin das Gerät selbst einstecken. Eine andere als die vorgegebene Reihenfolge wird nicht zum Erfolg führen.
Zu beachten ist auch, jedes an USB angeschlossenen Gerät bezieht seine Spannung aus diesem Anschluss und eventuell beigelegte Zusatznetzteile haben einen Sinn. Eine Festplatte benötigt oft mehr als die Leistung die dem USB-Anschluss entnommen werden kann, die ist auf 500 Milliampere begrenzt.
Leicht übersehen wird hierbei auch der voll bestückte Laptop, dem im Akkubetrieb dementsprechend eher die Puste ausgeht.

Michael Bormann