Umzug mit Vista...
und was völlig in die Hose gehen kann.

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Irgendwann ist die HD zu klein, es zwickt - weil eben 2 OSes darauf werkeln.
In diesem Fall ein XP SP2 das sich einschränken musste um Vista etwas Spielraum zu gönnen auf einer
mit Anwendungen und Daten gefüllten 80GB HD.
Eine Konstellation die bei vielen wohl so aussehen mag, ebenso die Idee per Image / Klonen den Umzug einzuleiten.

Versuch #1 (Fehlschlag einkalkuliert)
Mittels Acronis 9 aus XP die zu diesem Zweck brandneue HD 160GB gedachte Platte angehängt und Cloning
mit manueller Anpassung der Partitionen eingeleitet- XP startet dazu neu weil der Treiber nunmal vor Windows aktiv werden muss. Der eigentliche Vorgang geht flott, knapp 15 Minuten. Danach die HD's umgeklemmt um die Neue als Systemplatte zu starten und ... von Fehlermeldungen nach dem Bootmenü begrüßt zu werden.

XP startet nicht weil NTLDR nicht vorhanden (angeblich) und Vista findet winload nicht als auch die Wiederherstellungsconsole von XP noch die Reparatur von Vista von der DVD hier schlicht nichts bewegen.

Der Grund ist einleuchtend da Acronis sich in die Bootreihenfolge geklinkt hat um eine Meldung wie "Erfolgreiche Partitionierung abgeschlossen" abzugeben meinte: sowohl auf der originalen HD (Quelle) als auch auf dem Duplikat wo das wegen geänderter Größen der Partitionen offensichtlich gänzlich in die Hose ging. Startbar konnte XP hingegen gemacht werden, nicht aber Vista.

Versuch #2 - mehr Hoffnung?

Also das Original aktiviert (HD mit 80GB) und diesmal mit der aktuellsten lizensierten Acronis Version 10.4942 von der CD, die Vista-tauglich sein soll den Vorgang wiederholt. Natürlich auch hier die Zielpartitionen manuell den eigenen Vorstellungen angepasst und nicht die automatische und lineare Vergrößerung der Zielpartitionen aktiviert, Fehlschlag einkalkuliert aber wegen gemachter Erfahrungen diesen auf Vista begrenzt.
Obwohl von CD initiiert, geht der Vorgang nicht weniger flott voran, üblicher Umbau um nun von der neuen HD zu starten.

Wiederum begrüßt einen das Vista-Menü, von dem zuerst die XP Version gestartet wird: mit Erfolg und ohne erkennbare Fehler: es läuft.
Weniger erfolgreich die ebenfalls vergrößerte Vista-Installation:
Reichlich langes Verweilen im Desktopaufbau mit anschließendem endlosen leeren Desktophintergrund ohne weitere Reaktion außer moderater Festplattenaktivität. Eine Reparatur mittels der Vista-DVD die den Starteintrag im Menü um die Kennung Vista-Ultimate.. ergänzt aber sonst keine Besserung bringt, ebenso Aktionen via Bootsect /FixBoot ( /Fixmbr) die erfolglos bleiben und mit genügend Geduld lediglich einen rundl32 Fehler auf den Bildschirm zaubern, startet Vista nicht mehr.

Versuch #3 - Image der Vistainstallation:

Wieder mit Version 10.4942 von CD nur Vista von der ursprünglichen HD als Image im Netz abgelegt und diese im nächsten Arbeitsgang auf die neue HD mit Größenveränderung aufgespielt. Auch hier offensichtliche und im Netz bekannte Startschwierigkeiten die sich nur mit Hilfe der Reparatur der Vista-DVD und mehreren Durchläufen beheben ließen.
Allerdings war Vista anschließend nicht so stabil wie gewohnt und "flog" unmotiviert raus bei vorher funktionierenden Aktionen wie ein simples Chess, Hold em oder nur dem WMP11.
Die gleiche Aktion aber ohne gleichzeitiger Anpassung der Partitiongröße brachte mit den üblichen kleinen Nacharbeiten ein wie gewohnt funktionierendes Vista ans laufen, das Image war wohl nicht die Ursache für den ersten Fehlschlag.

Fazit aus den Aktionen:
Umzug mag wohl durchführbar sein, ist aber offensichtlich noch nicht ausgereift wie eine zweite Aktion mit Vergrößerung zeigte. Schlichte Kopie mit Reparatur der Startoptionen in Vista hingegen zeigte keinerlei weitere Ausfälle, obwohl diese Testergebnisse nicht als symptomatisch - wohl aber als Hürde angesehen werden.

Die besonderen Anforderungen, hier Vista werden mit anderen Programmen überprüft,, wie O&O Version 2 als auch Ghost 12, sofern die Hersteller sich dieser Aufgabe stellen.


Winload (Vista) mag nicht nach klonen und größerer Partition.


NTLDR (XP) mag nicht nach klonen, was sich aber korrigieren ließ.

Michael Bormann

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