03.06.2009

Ausforschen ist schick - immer noch?

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Man möge meinen, die Hersteller und Vertreiber von Computersystemen machen den Benutzern Freude. Weit gefehlt denn über 90% der PCs oder Notebooks sind mit Müll vollgestopft die die Performance erheblich ausbremsen.

Ist das neu? - nicht wirklich aber manche Hersteller entwickeln eine eigene Kreativität die zudem auch Sicherheitslücken öffnet oder Placebos mitliefert weil sie dafür bare Münze im Vorfeld erhalten.

Kaum ein Notebook ( Laptop in der Umgangssprache) verhält sich wohlwollend und performant ohne Eigeninitiative. Der Taskmanager zeigt über 60, gelegentlich auch bis zu 97 Prozesse (Acer 5810) an und ist nicht so flott wie er eigentlich sein könnte.  Prozesse - Anwendungen die sich unregelmäßig in den Vordergrund drängen und eine Registrierung fordern oder stillschweigend im Hintergrund werkeln und spezifische Nutzerdaten an den Hersteller übertragen sind an der Tagesordnung. Egal ob Acer, Sony oder Toshiba und HP - alle wollen etwas wissen ohne den Benutzer darüber zu informieren wenn möglich.

Beigaben wie aus einer gelben Schachtel z.B. können auch enorm lästig sein wenn diese auf dem gerade ohne Internetzugang frisch eingerichtetem System schon "Tracking-Cookies" monieren. Wo diese wohl herkommen mögen- per Design?
Neben Zwangsregistrierungen [ warreg.exe von Acer ] die zyklisch im Vordergrund stehen wie auch Toshiba mit der absolut nervigen Registrierung die beinahe sekündlich im Vordergrund erscheint gibt es auch andere Spielarten die weniger offensichtlich sind, Sony gibt sich da wieder viel Mühe, wieder einmal.

Noch nicht besonders kritisch, aber 69 Prozesse liegt schon recht hoch. Spannender wird es allerdings hier
 

die Marketingtools, die es sozusagen faustdick hinter den Ohren haben. Diese sind nämlich versteckt, kein Fenster.. nirgends aber die schwatzen sowie - man ahnt es schon, eine Verbindung zum Internet besteht. Nicht nur das, ein mittlerweile doch recht verwundbares Modul welches nicht zu Vista gehört sondern wohl aus dem Jahre 2003 stammt und von Microsoft nicht mehr unterstützt wird, gehört zur Sony-Spionage dazu: msjava.dll die zumindest referenziert wird.

Passend dazu eine DLL sowie ausführbar -Hammer.exe sowie Hammerprogram.dll, schon die Namen lassen die Ohren und anderes aufrecht stehen?

Schaut man in obige DLLs und Anwendungen mal rein, verstärkt sich der "Standing-Faktor" weil Name, OS, und andere Intimitäten mal schlicht abgegriffen und ausposaunt werden, perfekt?

Sony reitet offensichtlich weiter auf dem Spionage-Trip, hier bei den Notebooks VGN-CS21xx oder VGN-CS31 xx deren Zielgruppe schlicht jugendliche Nutzer sind, aber auch die VGN-FW31xx Serie ist davon betroffen.

Ein Abstecher zu Acer's neuester Kreation, dem recht schicken 5810 eMachines mit Alu-Deckel und 8 Std. Laufzeit, aber ungewöhnlicher Tastatur- ein Notebook für unterwegs.

Blöd nur: 5-8 Fehlermeldungen während der Installation sofern man 

genau diesen Schrott abwürgen möchte. Nix geht mehr und das Notebook muss wegen 100% Auslastung hart abgeschaltet werden sofern man diesen BigFix wirklich nicht möchte. Der ist natürlich absolut sinnlos und gleicht dem Schlangenöl - ist genau das. Privacy::::? glaube ich nicht und will es auch nicht weiter prüfen.

 


Michael Bormann