29.12.2006   

GEZFilter deaktivieren - so geht's auch

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Da ist sie nun, die Blockiersoftware für  öffentlich rechtliche Sender und lässt sich auch installieren.

Vorab, das Versprechen wird sogar eingehalten, es geht kein Internet mehr nach der Installation und dem nötigen Neustart. Eigentlich sogar schon ohne Neustart.

Ein Lizenzkey war nicht verfügbar, wie auch bei den Forschern  vom RFGZ und somit kommt lediglich im Browser die Seite zur Registrierung, bzw. Eingabe der Seriennummer.

Kleiner Spaß am Rande: ein installierter Virenscanner ist nun auch nicht mehr in der Lage seinen Update zu erledigen. Eine interne Blockadeliste im Filter der Software lässt wohl einige P2P-Programme als auch Messenger durch, was aber nicht explizit probiert wurde.

Wie die Seite vom RFGZ schon feststellte, auch mit Boardmitteln lässt sich diese Software in wenigen Sekunden mit Hilfe der Systemwiederherstellung entfernen, hat man daran gedacht sich einen Prüfpunkt vor der Installation zu erstellen. Wer zu voreilig war und das verpasst hat, oder die Systemwiederherstellung wegen anderen Gründen nicht funktioniert, der hat noch andere Optionen die auch nicht schwieriger sind. Nebenbei sei noch bemerkt, die Software gezfilter.exe legt natürlich keinen Prüfpunkt an und regulär deinstallieren über Systemsteuerung, Software geht auch nicht weil ein Passwort verlangt wird.



Bei wem die Methode wie bei RFGZ beschrieben nicht funktioniert, der geht wie folgt zügig vor:

Taskmanager starten, den Prozess nsfx.exe beenden.

Im Explorer im Verzeichnis Programme\gezfilter die obige Datei löschen und die dort liegende instlsp.exe auch.

Dann die im TCP-Stack gemachten Einträge löschen (Winsock2 in der Registry) was aber auch von der Kommandozeile aus funktioniert wenn das Servicepack 2 installiert ist:
Wer hier die Netzwerkeinstellungen nicht von einem Router automatisch bekommt, sollte sich die Einträge von der Netzwerkkarte vorher notiert haben, die werden gnadenlos zurückgesetzt. Da wäre die IP, das Gateway, der DNS-Eintrag die man kennen sollte und manuell wieder eintragen müsste.
Dann geht es los:

Start - Ausführen
cmd [Entertaste]

netsh winsock  reset catalog [Enter]
Damit ist die liger.dll aus dem Stack entfernt.

Das System nun neu starten, alles richtig gemacht- dann bremst keiner mehr.
Der Virenscanner ist unter Umständen neu zu installieren sofern er auch Emails scannt, eine fremde Desktopfirewall wird auch nach dieser Aktion unter Umständen nicht mehr funktionieren.

Alternativ, ohne den TCP-Stack weiter zu beeinflussen und die Daten manuell eingeben zu müssen:

Prozessexplorer sowie Autoruns von Sysinternals - nunmehr von  Microsoft  besorgen was ohne Internet allerdings schlecht funktioniert.
Den Prozesstree nsfx.exe abschießen und mit Hilfe von Autoruns unter dem Reiter Winsock den Eintrag LIGER löschen.
Nach einem Neustart ist alles wieder in Ordnung, keine Blockade mehr.

Damit ist das Werbeversprechen eindeutig ausgehebelt, die Software lässt sich ohne größeren Aufwand entfernen, in weniger als 5 Minuten war das System wieder sauber.

Schaut man sich die Seiten  www.gezfilter.de mal unter Support an und hat zufällig einen Vergleich der Seiten älteren Datums so wird man feststellen:
Die ehemals offerierte private Version gibt es wohl so nicht mehr.
Der Entfernungspreis von 49.-Euro als Remotesupport ist mittlerweile aus dem Text gefallen.


Da beide Seiten (RGFZ und GebührenIgel) die brennenden Themen der ÖR-Verfehlung nicht als notwendig ersehen, ist der Link gedroppt. Ich sehe die Seiten lediglich als vollmundige aber wirkungslose Webtiger an, nur auf Links und Mitglieder bedacht!
Michael Bormann